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Scott Evil

Es gibt dieses Klischee, dass Shoegaze-Musiker:innen immer auf den Boden schauen, während sie den geschichteten Auswurf ihrer Instrumente, die in diversen Effekten gebadet haben, performen. Das stimmt. Scott Evil werden euch trotzdem exakt 17-mal in die Augen sehen, während sie die genretypischen Fragmente ihrer Songs spielen. Die gibt's, zweifelsohne aber noch viel mehr. Neben diffus-schwelgerischem Sound ist da immer wieder richtig Druck auf der Apparatur. Kluger Indie-Vibe oder bittersüßer, angebrachter Pathos, etwa in „Daughter of the Sun“, haben das Zeug zum schönsten „Verlorensein“. Scott Evil sehen – das sind gute Aussichten.